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Mehr Durchblick und Praxisnähe bei den Anforderungen von Reifen für FlurförderzeugeArchiv
Mehr Durchblick und Praxisnähe bei den Anforderungen von Reifen für Flurförderzeuge
Wie für andere Fahrzeuge auch, stellen Reifen für Flurförderzeuge (Ffz) die Schnittstelle zwischen Fahrzeug und Boden dar. Vielmehr noch sind Reifen aber als Schlüsselelement zu betrachten, welches die Leistungsfähigkeit, die Sicherheit und den Komfort von Fahrzeugen maßgeblich bestimmt. Reifen übertragen Kräfte und Momente, die durch Beschleunigen, Bremsen, Kurvenfahrten sowie Eigen- und Lastgewichte entstehen. Neben der reinen Kraftübertragung haben sie auch die Funktion, Stöße zu mindern und Schwingungen zu dämpfen.
Die Teilnehmer der ersten Sitzung des Arbeitskreises „Typenblatt für Flurförderzeugreifen“
Die Teilnehmer der ersten Sitzung des Arbeitskreises „Typenblatt für Flurförderzeugreifen“
Das Typenblatt nach VDI-Richtlinie 2198 gibt pro Flurförderzeugmodell bestimmte technische Daten an. Allerdings werden darin keine näheren Informationen zu den Reifen gegeben, und es existieren derzeit auch keine standardisierten Datenblätter, die dem Kunden speziell einen Überblick über die für ihn relevanten Daten eines Reifens liefern. Zudem müsste sich der Kunde die Frage stellen, welche Daten für seine Zwecke überhaupt relevant sind.

Dieser Thematik nimmt sich der vom Lehrstuhl für Maschinenelemente und Technische Logistik (MTL) an der Helmut-Schmidt-Universität initiierte Arbeitskreis „Typenblatt für Flurförderzeugreifen“ an. Angestrebt wird der Aufbau eines einheitlichen Typenblatts für Ffz-Reifen. Neben den zur Bewertung der Reifeneigenschaften benötigten Daten soll die einheitliche Messung zur Ermittlung der Daten festgelegt werden.

Der Arbeitskreis soll vorhandenes Know-how in einer anwendungsorientierten, für die Praxis geeigneten Form aufbereiten und erhalten. Dadurch soll wertvolles Wissen aus vorherigen Forschungsvorhaben konserviert und eine zielgerichtetere Weiterentwicklung von Ffz-Reifen ermöglicht werden. Die Ffz-Hersteller werden dadurch ihre Anforderungen an die Reifen genauer spezifizieren können, und die Reifen-Hersteller besser vermitteln können, was nach dem aktuellen Stand der Technik möglich ist und was nicht. Betreibern von Ffz wird die Auswahl von Ersatzreifen erleichtert. Die Flurförderzeughersteller könnten mithilfe eines solchen Typenblatts Vorgaben machen, mit welchen Reifen ihre Ffz betrieben werden sollen. Im späteren Verlauf strebt der Arbeitskreis an, seine Erkenntnisse in eine Richtlinie zu überführen und sie somit standardisiert anwendbar zu machen.

Teilnehmer der ersten beiden Sitzungen waren:

• Prof. Rainer Bruns und Timo Schilling, Helmut-Schmidt-Universität
• Dr.-Ing. Joachim Röhr und Marek Szymanski, Still GmbH
• Ralph Krogmann und Paul Rickers, Jungheinrich AG
• Dr.-Ing. Andreas Kühn, KION Group GmbH
• Tim de Witte, Camoplast Solideal European Technical Center (Belgien)
• Thomas Woyczak, Gumasol Rubber-Tec GmbH
• Hartmut Weinhold, Continental AG
• Ulf Hirsch und Michael Lorenz, Räder-Vogel
• Marcus Gaub, Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution

Der Arbeitskreis ist offen für weitere Teilnehmer, interessierte Unternehmen und Institutionen sind zur Mitarbeit ausdrücklich eingeladen.

Kontaktinformationen:

Prof. Dr.-Ing. Rainer Bruns
Helmut-Schmidt-Universität
Postfach 700822
22008 Hamburg
Fon: +49-40-65 41 - 28 55
E-Mail: rainer.bruns@hsu-hh.de

bzw.

Thomas Woyczak, Vorsitzenden des Arbeitskreises
Gumasol Rubber-Tec GmbH¨
Sondernheimer Str. 1
76726 Germesheim/Rhein
Fon: +49-7274-501 - 277
E-Mail: woyczak@gumasol.de

Bild: Helmut-Schmidt-Universität

Das Bild zeigt (v.l.n.r): Ralph Krogmann, Michael Lorenz, Prof. Rainer Bruns, Ulf Hirsch, Paul Rickers, Harmut Weinhold, Thomas Woyczak, Dr.-Ing. Joachim Röhr, Tim de Witte, Timo Schilling, Dr.- Ing. Andreas Kühn.
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