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Hoch hinaus im Lager

Jungheinrich bringt im Frühjahr 2007 einen neuen Elektro-Kommissionier-/Dreiseitenstapler auf den Markt. Ein laut Hersteller in dieser Form bisher einmaliges intelligentes Staplermanagement steuert das Gerät. Der Stapler ist hinsichtlich seiner Leistungsgrenzen auf zukünftige Anforderungen in der Lagerlogistik vorbereitet. Verschiedene Module, zum Beispiel die RFID-Bodensteuerung oder die „Resttragfähigkeit plus“, sollen zudem für zusätzliche Schnelligkeit, Effizienz und Sicherheit im Lager sorgen.

Beim neuen Jungheinrich-Elektro-Kommissionier-/Dreiseitenstapler, kurz Kombistapler, vom Typ EKX 513-515 handelt es sich um einen Hochregalstapler mit einer Tragkraft von bis zu 1.500 Kilogramm. Das Gerät erreicht Hubhöhen von mehr als 14 Metern und steht dank seiner 80-Volt-Drehstromtechnik für Leistungsfähigkeit im „High-End-Bereich“ des Schmalganglagers. Erstmalig wurde das Gerät der Öffentlichkeit auf der LogiMAT in Stuttgart präsentiert.

Jungheinrich-Kombi

Der Jungheinrich-Systembaukasten bietet viele Konfigurationsmöglichkeiten. Dem EKX beispielsweise ermöglicht er eine gute Anpassungsfähigkeit an aktuelle und zukünftige Bedürfnisse in Lager und Logistik. Ein intelligentes Fahrzeugmanagement mit TÜV-zertifiziertem Steuerungs- und CAN-Bus-System bietet eine Vielzahl neuer Sicherheitsmerkmale und soll das Fahrzeug offen halten für zukünftige Anforderungen in der Lagerlogistik.

Auf spezielle Kundenbedürfnisse abstimmbare Leistungsmodule sorgen für die hohe Flexibilität des Geräts. Das Modul „Bodentopologie“ zum Beispiel passt in Verbindung mit der RFID-Bodensteuerung die Geschwindigkeitsprofile den Bodenverhältnissen im Schmalganglager an. Die Fahrzeugsteuerung erfolgt durch spezielle Transponder. Sie übernehmen eine permanente Wegmessung. Diese Technologie ermöglicht ein hohes Sicherheitsniveau.

Bodenbeschaffenheit

Die Bodentopologie sowie die daraus resultierenden Geschwindigkeitsanpassungen können im Speicher des Fahrzeugs hinterlegt werden. Mittels USB-Stick können diese Informationen von einem Masterfahrzeug an jedes andere im Schmalgang eingesetzte Fahrzeug weitergegeben werden. Die RFID-Bodensteuerung sorgt zudem für eine noch höhere Flexibilität des Kombistaplers hinsichtlich seiner Schalt- und Sicherheitsfunktionen. Dies betrifft unter anderem die Gangendsicherung, die Hub- und Fahrabschaltungen sowie Geschwindigkeitsreduzierungen in Bereichen mit ungünstiger Bodenqualität oder sensibler Ware.

Neben der Geschwindigkeitsanpassung durch RFID gibt es weitere Optionen, mit denen die Leistung des Geräts gesteigert werden kann. So besitzt das Fahrzeug beispielsweise beim Modul „Resttragfähigkeit plus“ zwei aktive Stabilisatoren. Diese fahren beim Ein- und Ausstapeln automatisch aus, stabilisieren den Stapler und erhöhen somit die Resttragfähigkeit in großen Höhen. Zudem kann aus den verschiedenen Modulen eine höhere Hubleistung von bis zu 0,52 Metern in der Sekunde gewählt werden.

Drehstromtechnik der dritten Generation

Zum Einsatz beim neuen Kombistapler die 80-Volt-Drehstromtechnik. Sie steht laut Hersteller für große Umschlagleistung und dynamische Bewegungsabläufe bei gleichzeitig niedrigerem Energieverbrauch. Die hohen Drehmomente sorgen für eine effektive Beschleunigung des Geräts, einen schnellen Hub sowie dynamische Nebenbewegungen und erlauben ein gleichzeitiges Heben und Senken von Haupt- und Zusatzhub.

Die Drehstrom-Antriebsmotoren der dritten Generation sollen deutlich weniger Energie verbrauchen als die Vorgängermodelle. Durch regeneratives Abbremsen des Fahrzeugs sowie durch das sogenannte „Nutzsenken“ wird während des Betriebs des Kombistaplers gleich „doppelt Energie“ zurückgewonnen. Dies soll zu längeren Einsatzzeiten mit nur einer Batterieladung führen. Hinzu kommt ein aktives Energie- und Batteriemanagement. Es optimiert vorausschauend Energieflüsse für den jeweiligen Einsatz so, dass Energiebedarfsspitzen vermieden werden sollen.

Ergonomie und Komfort

Die geräumige Kabine ist über einen großzügig dimensionierten Einstieg zu erreichen. Durch die niedrige Schwenkschubführung und die Freihubgerüste bietet sich eine gute Sicht auf Fahrbahn und Last. Die Kabine ist ausgestattet mit einem gefederten, verstell- und klappbaren Komfortsitz, der auf Wunsch auch mit Heizung und Lendenwirbelstütze erhältlich ist.

Bedienpult

Im Mittelpunkt des Arbeitsplatzes steht das elektrisch verstellbare Bedienpult. Es bietet als zentrale Steuerungs- und Informationseinheit eine Vielzahl innovativer Leistungsmerkmale wie zum Beispiel ein Farbdisplay sowie eine Folientastatur mit Ziffernblock. Über einen Zugangscode kann der Bediener individuell angepasste Fahrerprogramme abrufen. Die schalterlosen Sensoren registrieren die Berührung durch den Bediener und geben diese Informationen an den Bordrechner weiter. Die Fahr- und Hydrauliksteuerung selbst wird mit der bekannten Daumenbetätigung gesteuert.

www.jungheinrich.de
Bilder: Jungheinrich
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