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Weltrangliste Flurförderzeuge 2004/2005Archiv
Weltrangliste Flurförderzeuge 2004/2005
Rangliste Kurzübersicht
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Kein Zweifel: Die dunklen Wolken über dem Konjunkturhimmel haben sich vielerorts verzogen. Anders als noch in den ersten beiden Jahren des neuen Jahrtausends konnten viele Unternehmen der Flurförderzeugbranche im vergangenen Geschäftsjahr bei einer kräftig belebten Nachfrage den Umsatz und das Ergebnis steigern. Für manchen Hersteller hingegen war die „Wetterlage” nicht so heiter.

Vor einem Jahr hatten wir prognostiziert, dass „es wieder aufwärts zu gehen scheint” Und so kam es auch - trotz mancher Unkenrufe seitens einiger Wirtschaftsexperten oder Medienvertreter. Das weltweite Marktvolumen an motorisierten Flurförderzeugen wuchs 2004 um etwas mehr als 80000 Geräte. Das ist eine Steigerung von rund 14 Prozent. Allerdings sind diese Steigerungsraten nicht gleichmäßig auf die einzelnen Bauarten verteilt. Während der prozentuale Anteil der Gabelstapler und Gehgeräte mit Elektroantrieb leicht zurückging, nahm der Anteil der Flurförderzeuge mit Verbrennungsmotor wiederum zu, nämlich im Berichtsjahr um 3 Prozent (siehe auch unsere Grafik „Bauarten der Flurförderzeuge, prozentuale Aufteilung der Weltproduktion 20041. Im Vorjahr betrug die Steigerung 1 Prozent. Dass die Verbrenner im Weltvergleich in dieser Weise zunehmen, liegt offenbar auch am Wachstumsmarkt China. In diesem Land sind etwa drei Viertel aller hergestellten Geräte mit Verbrennungsmotor ausgestattet. Erst allmählich beginnt man im Reich der Mitte, verstärkt Elektro-Gabelstapler und lagertechnische Flurförderzeuge zu bauen.

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Die Entwicklung der von den drei wichtigsten Verbänden FEM, ITA und JIVA global erfassten Stückzahlen ist bezogen auf die einzelnen Regionen ebenfalls alles andere als gleichmäßig. Während die Veränderungen der Wirtschaftsräume der FEM (Federation Europenne de la Manutention) und der JIVA (Japanese Industrial Vehicle Association) deutlich positiv sind, meldete die amerikanische ITA (Industrial Truck Association) einen Rückgang von in Kanada und den USA produzierten Einheiten. Dafür haben im Gegenzug in diesem Wirtschaftsraum die Flurförderzeug-Importe zugenommen.

Ungleiche Entwicklung der Firmen

Während manche Flurförderzeughersteller geradezu auf der Sonnenseite zu stehen scheinen, haben sich für manch anderen düstere Wolken zusammengezogen. Dafür zwei Beispiele. Ein Neuling in unserer Rangliste, die irische Firma Combilift, hat seinen Umsatz in fünf Jahren nahezu verfünffacht und nach eigenen Angaben auch Gewinn erzielt. Der italienische Flurförderzeuglieferant Lugli dagegen war bereits 2003 in die roten Zahlen geraten und musste im Sommer 2005 Konkurs anmelden. Ob die Italiener einen Neuanfang schaffen, bleibt abzuwarten.

Zwei anderen Firmen ist der Neuanfang offenbar gelungen: Nach Abschluss einer Phase der Reorganisation scheint der Experte für explosionsgeschützte Flurförderzeuge Sichelschmidt wieder auf einem guten Weg zu sein. Und Clark, über viele Jahre der Inbegriff des Gabelstaplers, hat das Comeback dank des umsichtigen südkoreanischen Eigentümers Young An wohl auch geschafft.

Die Rolle der Volksrepublik China

Wer auf der diesjährigen Ce-MAT als Aussteller oder Besucher war, konnte beobachten, dass sich die Hersteller aus der Volksrepublik China nicht nur vermehrt mit Messeständen präsentierten. Eine Vielzahl von Chinesen schwärmte mit Notizblock und Fotoapparat „bewaffnet” aus, um festzuhalten, was die Hersteller aus dem Rest der Welt unter der Haube ihrer Geräte eingebaut hatten. Das bedeutet, dass wir es derzeit mit einem Nachahmungsverhalten zu tun haben, das allerdings sehr genau beobachtet werden will. Noch allerdings werden einige Jahre ins Land gehen, bis die chinesischen Flurförderzeughersteller zu ernsthaften globalen Wettbewerbern werden. Denn der Aufbau eines umfassenden Vertriebs- und Servicenetzes sowie die Erarbeitung eines umfangreichen Dienstleistungsangebotes braucht seine Zeit. Überdies ist man in China vorerst nicht in der Lage, die wichtigen Komponenten selbst zu produzieren. Folglich muss man sie sich in den westlichen Ländern beschaffen, wenn man technisch mithalten will. Damit wird aber der Preisvorteil, der durch niedrige Lohnkosten entsteht, zum großen Teil wieder aufgezehrt.

Die Strategie von namhaften chinesischen Herstellern wie Heli oder Hangzhou lauter unter den momentanen Gegebenheiten verständlicherweise eher „Schraubenschlüssel statt Laptop” Das heißt, man produziert vergleichsweise einfache Technik, die im Störungsfall schnell zu reparieren ist. Dafür dürfte es in aller Welt, auch in Zukunft, einige Abnehmer geben, denn nicht jeder Betreiber verlangt nach hoch komplizierter Technik, bei der man gut ausgebildete Kundendienstmitarbeiter des Herstellers oder die Online-Kopplung zur nächsten Servicestation braucht, wenn ein Gerät mal nicht oder nur unzureichend funktioniert.

Zukunftsprognosen

Viele Firmen, vor allem natürlich die veröffentlichungspflichtigen, teilten uns auch die Auftragseingangszahlen für den Berichtszeitraum mit. Diese Angaben lassen Positives erkennen. Als Beispiele dafür seien die Steigerungsraten der drei ersten Hersteller unserer Weltrangliste genannt: Der Bereich Materials Handling Equipment von Toyota meldete eine Steigerung des Auftragseingangs gegen über dem Vorjahr von 18 Prozent, Linde Material Handling mit den Marken Linde, Still und OM Pimespo von über 10 Prozent und der Jungheinrich-Konzern 6 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch für die ersten Monate des Jahres 2005.

Aber man verkennt auch nicht die Risiken. So werden wir es mit einem sich weiter verschärfenden Konkurrenzkampf der Hersteller zu tun haben. Und auf der Kundenseite bleibt die Macht der Einkäufer ungebrochen. Das Dilemma dabei ist, dass die Hersteller von neuen Seriengeräten kaum noch weitere Preissenkungen verkraften würden, weil die Margen ohnehin schon „im Keller” sind. Deshalb wird sich die Hinwendung zum Systemlieferanten und zum Dienstleistungsanbieter weiter verstärken. Das gilt nicht nur für die großen Unternehmen, sondern auch für die kleineren Firmen.

Marktanteile der Firmen In Herstellerpublikationen lesen wir oft Angaben zu Marktanteilen, die aber vielfach - aus welchen Gründen auch immer - von der Realität abweichen. Um der
Aufteilung 2004 Stückzahlen nach Ländern
Aufteilung 2004 Stückzahlen nach Ländern
• Die Umsätze geben wir in Euro an. Wir tun dies, obwohl die Länder, die nicht zur Euro-Zone gehören, nach lokalen Gesetzen zur Rechnungslegung in der Landeswährung verpflichtet sind. In diesen Fällen haben wir entsprechend der dargestellten Tabelle umgerechnet.

• Alle Währungsumrechnungen erfolgten gemäß der Kurse der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Geschäftsjahresende der jeweiligen Unternehmen. Während bei den europäischen Firmen das Ende des Geschäftsjahres zumeist mit dem Ende des Kalenderjahres zusammenfällt, endet das Geschäftsjahr etwa von japanischen Unternehmen meistens am 31. März. Die Kurstabelle basiert, wie in den Euro-Ländern üblich, auf dem Euro. So entspricht 1 Euro am 31. März 2005 beispielsweise 138,44 JPY.

• Aufgenommen wurden Hersteller, die mindestens 10,2 Mio. EUR Umsatz mit motorisierten Flurförderzeugen im Berichtsjahr ausweisen. Bei den Umsätzen handelt es sich um konsolidierte Nettoumsätze, also ohne die Interdivision- und Intercompany-Umsätze.

• Die Umsatzzahlen beziehen sich auf verkaufte, kraftbetriebene Flurförderzeuge im Sinne der ISO 5053 (Kraftbetriebene Flurförderzeuge, Begriffe), EN 1459 (Kraftbetriebene Stapler mit veränderlicher Reichweite) und EN 1525 (Fahrerlose Flurförderzeuge).

• In der Haupttabelle sind neben den Euro-Werten auch die Valuta-Werte aufgeführt. Der Grund ist, dass sich Umsatzveränderungen des betreffenden ausländischen Unternehmens nur in diesen Werten deutlich darstellen lassen. Die Werte in Euro allein ergäben durch den veränderlichen Umrechnungskurs ein falsches Bild.

• Die Gewinnangaben beziehen sich auf das Gesamtunternehmen. Auf Zahlenangaben wird in der Tabelle verzichtet, stattdessen ist „G' für „Gewinn', „V' für „Verlust' und „U' für „Unbekannt' angegeben. In den Kommentaren zu den einzelnen Unternehmen wird gelegentlich näher darauf eingegangen.

• Die Haupttabelle enthält zwei Spalten für die Anzahl der Mitarbeiter des Gesamtunternehmens und des Flurförderzeugbereichs. Bei Unternehmen mit einer Mischproduktion lässt sich die Anzahl der Mitarbeiter im Flurförderzeugbereich oft nicht genau ermitteln, deshalb blieben hier manche Felder frei.

• Analog zu den Gepflogenheiten renommierter Hersteller zeigen wir auch diesmal wieder - wenn möglich - die Umsätze und die Mitarbeiterzahlen der letzten fünf Jahre.

• Neben der Haupttabelle bieten wir zur Schnellübersicht eine separate Tabelle mit dem Umsatz der motorisierten Flurförderzeuge in Euro, den
Vorjahresplatzierungen und den sich aus den einzelnen
Umsätzen ergebenden Marktanteilen.

• Bei knapp der Hälfte der Flurförderzeughersteller in unserer Weltrangliste handelt es sich um Kapitalgesellschaften, die im Sinne der Handelsgesetzbücher (Commercial Codes) der Herstellerländer gesetzlich zur Erstellung und Veröffentlichung von Geschäftsberichten verpflichtet sind. Anhand dieser Geschäftsberichte, die eingehend analysiert wurden, lassen sich die Firmen entsprechend der erforderlichen Kriterien einordnen. Den Geschäftsberichten liegen in der Regel Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzen sowie Kapitalflussrechnungen (Cash Flow Statements) bei, woraus sich die Leistungsfähigkeit und die Krisenfestigkeit eines Unternehmens ermitteln lässt.

Darüber hinaus haben wir uns im Internet informiert und Zahlen und Fakten daraus entnommen. Außerdem wurden an alle Hersteller Fragebogen verschickt. Die von den Unternehmen darin genannten Angaben wurden von der Redaktion nach einer Plausibilitätsprüfung dann übernommen, wenn keine anderen Informationen vorlagen.

Erfreulich ist, dass die Informationsbereitschaft der Firmen sehr groß ist. Es gibt nur noch sehr wenige Firmen, die keine Auskünfte liefern. In diesen Fällen wurden die Vorjahresumsätze entsprechend den stückzahlmäßigen Veränderungen in dem jeweiligen Land hochgerechnet.

Nicht erfasste Hersteller
Ein Mindestumsatz von 10,2 Mio. EUR im Berichtsjahr ist die Voraussetzung, um in die Weltrangliste aufgenommen zu werden. Demzufolge ist der überwiegende
Teil der weltweit operierenden Flurförderzeughersteller in dieser Liste nicht aufgeführt.

So gut wie alle Flurförderzeuglieferanten, die das Kriterium des Mindestumsatzes erfüllen, freuen sich darüber, in dieser Rangliste geführt zu werden und nutzen sie häufig für ihre Marktbearbeitung. Es gibt aber Hersteller, die zu verstehen gegeben haben, dass sie sich an der Rangliste nicht beteiligen wollen. Dazu gehören Fantuzzi, JCB und SHS (ehemals Baumann). Dass diese Firmen fehlen, ist daher keine Unterlassung unsererseits.

An dieser Stelle legen wir Wert auf die Feststellung, dass sich die ausgewiesene Rangfolge ausschließlich auf die Umsätze im Geschäftsjahr - ausgedrückt in Euro - bezieht. Die Weltrangliste liefert keine Aussage über gelieferte Stückzahlen oder gar über die Qualifikation eines Herstellers.
Appell an die Leser, Dank an die Mitwirkenden
Oberstes Gebot der Redaktion war, das Zahlenmaterial und die sonstigen Informationen mit äußerster Sorgfalt auszuwerten und die Weltrangliste objektiv zu erstellen. Wegen der Vielzahl der Angaben, der unterschiedlichen Definitionen und finanztechnischen Vorschriften in den einzelnen Ländern sind Fehler nicht auszuschließen. Dafür bitten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, um Verständnis. Sollten uns Fehler unterlaufen sein, bitten wir um Ihre Nachricht. Erforderliche Korrekturen werden wir in der nächsten Weltrangliste veröffentlichen.

An dieser Stelle bedankt sich die Redaktion bei den Unternehmen und deren Mitarbeitern, die bei der Erstellung dieser Weltrangliste tatkräftig geholfen und so zum Gelingen beigetragen haben.

Quelle: dhf 12/2005
www.dhf-magazine.de
Autor: Wolfgang Degenhard
Downloads zu den einzelnen Punkten als PDF-Dateien
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